Der Krater Triesnecker und das umgebende Rillensystem gehören wohl zu den meistfotografierten Gegenden auf dem Mond. Heute Morgen versuchte ich mich daran, denn das Seeing ließ Freude aufkommen, und dieses Motiv hatte ich noch nie bei abnehmendem Mond aufgenommen. Visuell erweckte das Gelände mit den stärksten Rillen den Eindruck, als ob sich der Untergrund zwischen Triesnecker und Hyginus A, von einer mächtigen Kraft hochgedrückt, aufwölben würde- ein Resultat des niedriegen Sonnenstandes und der vorteilhaften Geometrie. So deutlich habe ich das noch nie gesehen. Das Foto gibt diesen Eindruck leider nicht gut wieder.
125% Darstellung. Aufgenommen mit meinem 200mm Tetra-Schiefspiegler, ASI 178, RGB Grünfilter. Bei Belichtung und Ausarbeitung lag das Augenmerk
auf den Gebieten nahe des Terminators. Fokussiert mit der Steuerung von Simon, die trotz mörderischer Hitze im Sommer, Kondenswasser, und Eis im Winter, immer noch tadellos funktioniert.
Guntram Lampert
