Hallo!
Im Mai habe ich mit der Vereinskamera und meinem 110mm Schiefspiegler die Gegend um die Lange Wand aufgenommen. Die Nachführung erfolgte mit der Äquatorial-Plattform des Vereines. 700 Bilder wurden mit Autostakkert!2 verarbeitet, 28% davon gestapelt und das Summenbild mit Registax 6 weiterverarbeitet.

Das Bild wirkt etwas weich, weil ich mit f/ 26,3 schon deutlich über der maximal empfohlenen Blende von f/ 20 für die DMK bin. Das Öffnungsverhältnis wäre ideal für eine DBK Farbkamera, hmm...
Die Rille Birt, die man links neben der Langen Wand (Rupes Recta) erkennen kann, ist laut Literatur nur 1,5km breit.
Die Verarbeitung war nicht ganz einfach, insbesondere das Schärfen.
Die Tonwertkorrektur habe ich auch noch nicht ganz heraus.
Viele Grüße,
Guntram
13. Oktober 2012. ab ca. 22:00
Dachterrasse, Newton 160mm. Ersteinsatz des neuen Vixen 22mm Okulares.
Nach längerem Suchen den Kometen 168P/Hergenrother beobachtet. Es war die erste Gelegenheit nach einer langen Regenphase. Der Komet bewegt sich zur Zeit durch das Pegasusquadrat, die Erdnähe ist schon vorbei, gleichfalls das Perihel. Continue reading→
Hallo,
im August waren wir wieder einmal auf Korsika im Urlaub, obwohl ich keinerlei astronomische Gerätschaften mitgenommen habe konnte ich ein bisschen Astronomie betreiben.
In der Nacht des 11. August sind wir mit ein paar befreundeten Familien am Strand gelegen und haben uns zwei Stunden lang die Perseiden angeschaut, da ich immer mit der Kamera hantiert habe, und meinen Freunden den Sommerhimmel erklärt habe war ich etwas abgelenkt, und habe nicht alle gesehen, aber meine Tochter hat 35 gezählt. Ein paar davon waren echt hell, manche mit leuchtendem Schweif, der bei einer ca. 2 Minuten zu sehen war.
Auf den Fotos habe ich einen einzigen Meteor gefunden.
An ein paar anderen Abenden an der Westküste und im Landesinneren habe ich dann noch versucht die südliche Milchstrasse zu fotografieren.
Mit den Aufnahmen bin ich dahingehend recht zufrieden, da sie mit einer Kompaktkamera (Sony RX100) auf feststehenden (naja, so fest das halt im Sand steht) Tischstativ.
Die Aufnahmen wurden als JPG aufgenommen und nur in Picasa bearbeitet. (ich habe noch keinen brauchbaren RAW Konverter dafür).
Hier ein paar Bilder:






Traditionell fällt die "Lange Nacht der Sterne" den Wolken oder dem Regen zum Opfer.
Doch diesmal war nicht eine einzige irdische Wolke zu finden-
Ich traf gegen 22:00 Uhr auf dem Furkajoch ein. Gleich zu Beginn wurde ich von Peter begüßt, der endlich wieder einmal seinen 300er Newton am Himmel spazierenführen konnte. Insgesamt neun VAAler und einige Gäste hatten sich oben eingefunden. Die Instrumente reichten vom Fernglas bis zu 450mm messenden Dobsons.
Nachdem zu Beginn des Abends keine Planeten günstig zu beobachten waren, stürzten wir uns gleich in den tiefen Raum.
Vom offenen Sternhaufen bis zu exotischen Galaxien reichte das Programm. Es ist fast nicht möglich, alle Objekte zu erwähnen, die eingestellt wurden.
Besonderes Highlight:
Im Ringnebel M57 konnten wir bei etwa 450x nicht nur den Zentralstern, sondern auch einen zweiten Stern im Inneren des Nebels sichten.
Weiters: Seyfert's Sextett und Stephan's Quintett.
Und ein Blick auf den Perseus-Galaxienhaufen.
Beeindruckend auch der riesige Helixnebel, ein großer, uns relativ nahe stehender Planetarischer Nebel.
Die Zeit verging wie im Flug, und die extrem milde Temperatur von ca. 15° plus ließ die ganze Zeit kein Frösteln aufkommen. Ein Vereinskamerad beobachtete gar im T-Shirt.
Das letzte Grüppchen brach gegen drei Uhr früh auf, nachdem wir uns noch am mittlerweile aufgegangenen Jupiter, der völlig anders aussieht als letzten Herbst, erfreut hatten.
Guat xi!
Viele Grüße,
Guntram
Hallo miteinander!
Nachdem sich Thomas auch für die Sonnenbeobachtung interessiert, trafen wir uns vor einigen Tagen, um ein Objektivsonnenfilter zu basteln. Thomas nutzt ein Schmidt-Cassegrain von Celestron mit einem Durchmesser von 235mm.
Als Filtermaterial kam die Filterfolie von Baader Planetarium zum Einsatz. Dichte 3,8. Das heißt, nur der 10^ 3,8 ( = 6300)ste Teil des Sonnenlichts kommt durch das Filter durch. Das ist hell genug zum Fotografieren, aber immer noch zu hell für die Beobachtung mit dem Auge. Mit zusätzlichen Filtern vor dem Oklar ist die Helligkeit aber in den sicheren Bereich zu bekommen.
Aus zwei Faserplatten schnitten wir Kreisringe passender Größe aus.

An einen Kreisring wurden drei Holzstücke geschraubt, die die sichere und stabile Verbindung mit dem Teleskop erlauben.
Auf diesen ersten Ring wurde auch die Filterfolie mit Tixo aufgeklebt.
Der zweite Ring sichert diese Klebeverbindung und erhöht die Stabilität der gesamten Konstruktion. Dieser Ring wurde an den ersten Ring angeschraubt.
Nach nicht ganz drei Stunden konnte Thomas sein Sonnengefiltertes C 9,25 wieder mit nach Hause nehmen.

Wir hatten einigen Spaß beim Basteln, und spülten den Holzstaub mit viel Holderlimonade hinunter.
Zu unserer allergrößten Überraschung überstanden wir die Prozedur unverletzt, und, o Wunder, das Filter passte!!!
Viele Grüße,
Guntram
Hallo,
obwohl mir die Müdigkeit zusetzte, wollte ich das gute Wetter nutzen und baute meinen 200er kurz vor Mitternacht auf unserer Dachterrasse auf.
Seit einigen Wochen steht neben unserem Haus ein Baukran, auf dessen Spitze ein von sechs Leuchtstofflampen erhelltes Schild die ganze Nacht für die betreffende Baufirma wirbt. Mein Blick nach Süden:

Wieviele Aufträge i+R Schertler wegen dieser Reklame mehr erhalten hat, würde mich interessieren.
Jedenfalls wollte ich wieder einmal epsilon Bootis, einen wunderschönen Doppelstern, genießen. Bei ca.94x konnte ich die Komponenten noch nicht trennen, aber bei 160x war ein schwacher bläulicher Stern und der gelborange, sehr helle Hauptstern schön zu sehen. Das Seeing war sehr gut.
Wenn ich schon dran bin, dachte ich, schwenke ich einfach noch schnell auf M3.
Der Kugelsternhaufen war auch bei der Zusatzbeleuchtung durch den Kran gut zu sehen. Ich kann mich an Kugelsternhaufen einfach nicht satt sehen.
Eigentlich wollte ich schon abbauen, da fiel mein Blick auf das Sternbild der Jagdhunde. Es würde bald durch die Erddrehung hinter der Pergola verschwinden. Im Deep Sky Atlas (sollte jeder haben,der dies liest!!) waren bei beta CanVen zwei Galaxien verzeichnet. Jetzt aber!
Nach kurzer Suche waren die Galaxien gesichtet. NGC 4490 mit 9,8m leicht zu sehen: Elliptischer Umriß, mit zwei relativ spitzen Enden. Die benachbarte NGC 4485 war ein harter Brocken: Mehr erahnt als gesehen, und bei diesem Himmel grenzwertig. V=94x
Bild dazu:
http://www.astro-images.de/_bilder/ngc4490.C11LRGB.jpg
Abschließend noch die helle und leichte M94 mit ihrem hellen Kern.
Schön xi!
Viele Grüße,
Guntram
