Lange Wand und Rima Birt vom Mai 2012

Hallo!

Im Mai habe ich mit der Vereinskamera und meinem 110mm Schiefspiegler die Gegend um die Lange Wand aufgenommen. Die Nachführung erfolgte mit der Äquatorial-Plattform des Vereines. 700 Bilder wurden mit Autostakkert!2 verarbeitet, 28% davon gestapelt und das Summenbild mit Registax 6 weiterverarbeitet.

Das Bild wirkt etwas weich, weil ich mit f/ 26,3 schon deutlich über der maximal empfohlenen Blende von f/ 20 für die DMK bin. Das Öffnungsverhältnis wäre ideal für eine DBK Farbkamera, hmm...

Die Rille Birt, die man links neben der Langen Wand (Rupes Recta) erkennen kann, ist laut Literatur nur 1,5km breit.

Die Verarbeitung war nicht ganz einfach, insbesondere das Schärfen.
Die Tonwertkorrektur habe ich auch noch nicht ganz heraus.

Viele Grüße,

Guntram

 

Sonnenfilter für´s C 9,25 von Thomas

Hallo miteinander!

Nachdem sich Thomas auch für die Sonnenbeobachtung interessiert, trafen wir uns vor einigen Tagen, um ein Objektivsonnenfilter zu basteln. Thomas nutzt ein Schmidt-Cassegrain von Celestron mit einem Durchmesser von 235mm.

Als Filtermaterial kam die Filterfolie von Baader Planetarium zum Einsatz. Dichte 3,8. Das heißt, nur der 10^ 3,8 ( = 6300)ste Teil des Sonnenlichts kommt durch das Filter durch. Das ist hell genug zum Fotografieren, aber immer noch zu hell für die Beobachtung mit dem Auge. Mit zusätzlichen Filtern vor dem Oklar ist die Helligkeit aber in den sicheren Bereich zu bekommen.

Aus zwei Faserplatten schnitten wir Kreisringe passender Größe aus.

 

An einen Kreisring wurden drei Holzstücke geschraubt, die die sichere und stabile Verbindung mit dem Teleskop erlauben.
Auf diesen ersten Ring wurde auch die Filterfolie mit Tixo aufgeklebt.
Der zweite Ring sichert diese Klebeverbindung und erhöht die Stabilität der gesamten Konstruktion. Dieser Ring wurde an den ersten Ring angeschraubt.

Nach nicht ganz drei Stunden konnte Thomas sein Sonnengefiltertes C 9,25 wieder mit nach Hause nehmen.

 

Wir hatten einigen Spaß beim Basteln, und spülten den Holzstaub mit viel Holderlimonade hinunter.
Zu unserer allergrößten Überraschung überstanden wir die Prozedur unverletzt, und, o Wunder, das Filter passte!!!

Viele Grüße,

Guntram

Kurzer BB von der Dachterrasse 18.6. Update.

Hallo,

obwohl mir die Müdigkeit zusetzte, wollte ich das gute Wetter nutzen und baute meinen 200er kurz vor Mitternacht auf unserer Dachterrasse auf.

Seit einigen Wochen steht neben unserem Haus ein Baukran, auf dessen Spitze ein von sechs Leuchtstofflampen erhelltes Schild die ganze Nacht für die betreffende Baufirma wirbt. Mein Blick nach Süden:

Wieviele Aufträge i+R Schertler wegen dieser Reklame mehr erhalten hat, würde mich interessieren.

Jedenfalls wollte ich wieder einmal epsilon Bootis, einen wunderschönen Doppelstern, genießen. Bei ca.94x konnte ich die Komponenten noch nicht trennen, aber bei 160x war ein schwacher bläulicher Stern und der gelborange, sehr helle Hauptstern schön zu sehen. Das Seeing war sehr gut.

Wenn ich schon dran bin, dachte ich, schwenke ich einfach noch schnell auf M3.
Der Kugelsternhaufen war auch bei der Zusatzbeleuchtung durch den Kran gut zu sehen. Ich kann mich an Kugelsternhaufen einfach nicht satt sehen.

Eigentlich wollte ich schon abbauen, da fiel mein Blick auf das Sternbild der Jagdhunde. Es würde bald durch die Erddrehung hinter der Pergola verschwinden. Im Deep Sky Atlas (sollte jeder haben,der dies liest!!) waren bei beta CanVen zwei Galaxien verzeichnet. Jetzt aber!
Nach kurzer Suche waren die Galaxien gesichtet. NGC 4490 mit 9,8m leicht zu sehen: Elliptischer Umriß, mit zwei relativ spitzen Enden. Die benachbarte NGC 4485 war ein harter Brocken: Mehr erahnt als gesehen, und bei diesem Himmel grenzwertig. V=94x
Bild dazu:

http://www.astro-images.de/_bilder/ngc4490.C11LRGB.jpg

Abschließend noch die helle und leichte M94 mit ihrem hellen Kern.

Schön xi!

Viele Grüße,

Guntram